Die heilende Kraft der Meditation

Im Mai 2024 war ich bei einem fortgeschrittenen Kurs von Dr. Joe Dispenza in Basel. Seine wissenschaftlichen Arbeiten mit den großangelegten Studien sind ein Meilenstein im Bereich Meditation.

In diesem Blogeintrag möchte ich ein paar Erkenntisse der Wissenschaft zugänglich machen und zusätzlich möchte ich mit Songtexten von Fia die hingebungsvolle Seite betonen, denn ohne Hingabe ist keine Meditation möglich.

Die Präsenz in der Meditation

Die Meditationspraxis schult uns, unseren Geist geräumig werden zu lassen, unsere Gedanken gehen zu lassen und präsent im Moment zu landen. Das Herz ist entspannt und der innere Fokus ist weit.

Die Konzentration auf das pure Bewusstsein ist ein Geschick, welches erlernt wird. Bleib dabei, dein Bewusstsein zu spüren, auch wenn es unsichtbar ist, spüre deine Energie, spüre deine Verbindung zu der Leere und dem Raum. Wir holen uns unsere Energie zurück, indem wir den Gedankenstrom bewusst beruhigen, pausieren und entschärfen.

Energy flows, where attention goes. Unsere Energie fließt mit unserer Aufmerksamkeit. Wenn wir mit den Gedanken in der Zukunft oder in der Vergangenheit sind, dann sind wir eben nicht vollkommen präsent.

„Go gentle, Go slow, tasting life for the very first time.
Ashes in your mouth, a seed begins to sprout.“

– Fia, „Phoenix“

Faszination

Ein Atom ist zu 99,99% Raum und Energie und nur zu 0,01% Materie. Wir sind also größtenteils unsichtbar? Aufjedenfall schwingen wir. Und wir haben viel Raum für Energie und Information. Was schwingt in deinem Raum? In meinem „Informations-Raum“ schwingt Liebe und Freude.

Meditation ist eine essenzielle Kunst, denn nur wenn wir das mentale Geschnatter zur Ruhe bringen, können die Gehirnströme in einen kohärenten Modus wechseln.

Das bedeutet, die elektrischen Ströme im Gehirn harmonisieren sich und die Wellen werden tiefer und langsamer. Das ist absolut gesund und kann zudem Wunder bewirken.

Wunderheilung?!

Wunder bewirken? – Ja! Dr. Joe Dispenza ist begeistert, ich bin begeistert! Es hat sich gezeigt, dass durch Meditation nicht nur Stress reduziert werden kann, sondern dass DNA und Gene ihre Information ändern und neue Proteine herstellen, was in bemerkenswert kurzen Zeiträumen zu Genesungen der unterschiedlichsten Erkrankungen führte. Darunter waren auch viele Diagnosen, die keine Heilung versprachen.

Wieso veränderten sich die Gene?

Die Gene veränderten sich durch die Meditation und die darin enthaltene Selbst-Suggestion von „hochfrequenten kreativen Emotionen“. Vereinfacht gesagt: Im meditativen Zustand wird ein positives Gefühl erzeugt und darin „gebadet“. Dadurch wurde eine Veränderung der Gene hin zu „Pro Growth“ festgestellt. "Pro Growth" auf genetischer Ebene bedeutet, dass bestimmte Gene oder genetische Mechanismen aktiviert sind, die das Zellwachstum fördern. Dies kann verschiedene Prozesse im Körper beeinflussen, wie zum Beispiel Zellteilung, Zellwachstum und Geweberegeneration.

„Enjoying every aspect of life
Perfection is dull
And unattainable
Leaving me craving what is real

We came to this earth
To experience it all
The messy and the beautiful
Show me that you are human
I will kiss your scars
Celebrating everything, all that you are“*
– Fia, „All that you are“

Kreative und Überlebens-Emotionen

Dr. Joe Dispenza teilt menschliche Emotionen in zwei Bereiche ein: kreative Emotionen, die die Gene auf „Pro-Growth“ schalten, und Überlebens-Emotionen. Als Mensch erleben wir das gesamte Spektrum – das ist normal und richtig. Jedoch können und sollten wir checken und uns in Richtung der kreativen Emotionen orientieren, denn jahrelanger Stress im Überlebensmodus macht krank.

Kreative Emotionen:

  • Dankbarkeit

  • Liebe

  • Freude

  • Inspiration

  • Frieden

  • Harmonie

  • Vertrauen

  • Wissen

  • Präsenz

  • Mut

Überlebens-Emotionen:

  • Zweifel

  • Angst

  • Ärger

  • Unsicherheit

  • Sorge

  • Verurteilung

  • Konkurrenz

  • Feindseligkeit

  • Trauer

  • Schuld

  • Scham

Wie entstehen Emotionen?

Ein Gedanke alleine löst keine Emotion aus, jedoch „zündet“ ein Gedanke einen elektrischen Impuls im Gehirn aus. Das Gehirn „kommuniziert“ durch Neurotransmitter. Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe im Gehirn, die bei der Übertragung von Signalen zwischen Nervenzellen eine wichtige Rolle spielen.

Mehrere Gedanken zusammen und als Netz verknüpft bilden eine chemische Signatur, welche zuerst über den Neocortex und dann an die Hirnanhangsdrüse weitergegeben wird. Diese chemische Signatur identifizieren wir dann als Emotion. Bleiben wir in der reinen Beobachtung ohne die Benennung der Emotion, nehmen wir „nur“ unterschiedliche Sensationen wahr. Wir können etwa einen erhöhten Puls, Wärme, Kälte, ein Kribbeln, eine Taubheit, Spannung, Jucken, Schwere, Leichtigkeit, Schwindel, wahrnehmen.

Die Kombination aus Gedanken und Sensationen wird vom Neocortex als Emotion interpretiert und die chemische Signatur von der Hirnanhangsdrüse in den Körper weitergeleitet. Dank der kognitiven Interpretation von Gedaken und Sensationen benennen wir unsere Gefühle. Freude, Wut, Inspiration, usw.

Drüsen sind Teile der Energiezentren

Die Hirnanhangsdrüse ist so etwas wie die Chefzentrale für Botenstoffe. Über die Hirnanhangsdrüse, auch Hypophyse genannt, werden die Signale an die weiteren Drüsen im Körper geschickt. Jede dieser Drüsen hat eine einzigartige Funktion und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung verschiedener physiologischer Prozesse im Körper.

  • Hypothalamus: Im Gehirn, unterhalb des Thalamus.

  • Hypophyse (Hirnanhangsdrüse): Im Gehirn, unterhalb des Hypothalamus.

  • Pinealdrüse (Zirbeldrüse): Im Gehirn, zwischen den beiden Hemisphären.

  • Schilddrüse: Im Hals, vor der Luftröhre.

  • Nebenschilddrüsen: Hinter oder neben der Schilddrüse.

  • Thymus: Im oberen Brustkorb, hinter dem Brustbein.

  • Bauchspeicheldrüse: Im oberen Bauchbereich, hinter dem Magen.

  • Nebennieren: Auf den Nieren, oberhalb der Nieren.

  • Gonaden (Hoden bei Männern, Eierstöcke bei Frauen): Im Beckenbereich.

Wie läuft das in der Praxis? Lese weiter in meinem Blog:
-> Lerne, mit der Organ Meditation, den Hormon Cocktail einfach zu beinflussen.

Das Ding mit den Gedanken

Das Ding mit den Gedanken ist, dass unser Körper nicht unterscheidet, was echt und was nur gedacht ist. So können Gedanken allein schon unsere Realität kreieren. Wenn zum Beispiel sorgenvolle Gedanken über die Klassenarbeit oder über die Meinung der Chefetage kreisen, lösen diese chemischen Botenstoffe aus und senden Signale an den Körper. Je nach Emotionen bringen diese den Körper somit in einen Stress- und Überlebensmodus.

Pausieren wir die Gedanken und geben Glaubenssätzen, vor allem jenen, die uns in „survival-Emotionen“ lenken, keine Aufmerksamkeit mehr, nehmen wir die Energie zurück.

„Every single second I get to choose
The story I am telling, the words that I use
I follow what feels good, that raises my vibe
Trusting my soul as my number one guide
I embrace and embody all that I am
Human and messy and part of God′s plan
And I ask the magic question

How does it get any better than this?“
– Fia, „Magic Question“

Pures Bewusstsein

In der Meditation bewegt sich die Aufmerksamkeit von den Gedanken hin zum puren Bewusstsein und das Bewusstsein bekommt damit mehr und mehr Energie. Diese Energie können wir in hochfrequente, kreative Emotionen stecken, darin “baden” und tiefe Heilung generieren. Dazu eignet sich vorzüglich die Yoga Nidra Praxis und die Kreation von einem individuellen Sankalpa.

Was passiert dabei im Gehirn?

In der Meditation werden die Gehirnströme kohärenter und langsamer, wodurch wir uns aus den Beta-Wellen heraus und hin zu Alpha-, Theta- und Deltawellen bewegen.

Beta-Wellen (13-30 Hz):

  • Funktion: Wachsamkeit, Konzentration, aktive mentale Aktivität, kritisches Denken, Problemlösung, Alltagsaktivitäten

Alpha-Wellen (8-13 Hz):

  • Funktion: Entspannung, beruhigte Wachsamkeit, Meditation, kreative Inspiration, verbesserte Lernfähigkeit

Theta-Wellen (4-8 Hz):

  • Funktion: Träume, kreative Inspiration, tiefes Entspannen, Meditation, Eintritt in den Schlafzustand

Delta-Wellen (0,5-4 Hz):

  • Funktion: Tiefschlaf, Regeneration, Reparatur, träumen

Gamma-Wellen (30-100 Hz):

  • Funktion: Höhere mentale Prozesse, Bewusstseinserweiterung, Integration von Informationen

Eine neue Erkenntnis für mich!

Gamma kommt nicht vor Beta, sondern ist ein außergewöhnlicher Zustand der Meditation! Wenn wir uns allein an den Hertz-Zahlen orientieren, würden wir die Frequenzen in eine auf- oder absteigende Reihenfolge bringen, beginnend mit der höchsten Frequenz von 100 Hz (Gamma) hin zu der niedrigsten Frequenz von 0,5 Hz (Delta).

Jedoch findet in der Reihenfolge etwas Außergewöhnliches statt: Gamma tritt nicht im Alltag auf, sondern wird nur durch eine hohe Kohärenz im Theta-Bereich erreicht. Jeden Tag gehen wir vom alltäglichen Bewusstsein (Beta und Alpha) im nächtlichen Schlaf in die Theta- und Delta-Wellen über. Gamma ist jedoch kein schlafender Zustand, sondern wurde bei Meditierenden gemessen, die eine Art Gotteserfahrung oder eine Bewusstseinserweiternde Erfahrung gemacht haben. (Es ist gut möglich, dass du den Gamma-Zustand kennst. Orgasmisch, mystisch, wunderschön.)

Die Frequenz ist im Gamma-Zustand nicht nur außergewöhnlich hoch, sondern auch außergewöhnlich kohärent. Eine Art Ekstase im Gehirn – „Love on the Brain“.

Das süße Leben und Yoga Nidra

Wenn wir durch Meditation schwere Krankheiten heilen können, dann sollten wir mit Meditation auch ein wundervolles, gesundes, süßes Leben kreieren. (Menschen, die von ihren erfolgreichen Genesungen von schweren Krankheiten berichten, haben Monate bis Jahre lang täglich ca. 1h meditiert, um auf körperlicher Ebene vollständig zu heilen.)

Heute früh hat meine Lehrerin Anna gesagt: „Yoga Nidra ist die Psychotherapie aus dem Yoga“. Das hat meine persönlichen Erfahrungen und die Erfahrungen, die viele andere Teilnehmer*innen mit Yoga Nidra hatten, bestätigt:

  • Situationen, in denen früher stark reaktiv gehandelt wurde, triggern nun nicht mehr.

  • Alte Glaubenssätze haben sich aufgelöst und es wird nun anders gedacht und gehandelt.

Die Wichtigkeit von Yoga Nidra

Damit möchte ich die Wichtigkeit von Yoga Nidra noch einmal betonen. Die Yoga Nidra Praxis in Verbindung mit einem Sankalpa (Hier mehr Information zum Sankalpa), kann ganz gezielt problematische Glaubenssätze auflösen.

Ein Vorteil der Yoga Nidra Praxis im Vergleich zur Psychotherapie ist die Herangehensweise, in der wir nicht alles analysiert, wiederholt, gespiegelt, gedreht, gewendet und verstanden haben müssen, damit Integration und auch Veränderung entsteht. Die liegende Meditation Praxis profitiert vom Nichtstun, keine Anstrengung, einfach nur sein.

Wenn das Herz spricht

Im Yoga Nidra treten wir aus dem analytischen Geist heraus und öffnen uns einem höheren Bewusstsein – der höheren Frequenz. Diese süße Schwingung unseres Herzkörpers glättet all die Rillen und Wogen in unserem Geist. Korrigiert Vernetzungen, die sich vielleicht schon seit der Kindheit, Monaten oder Jahren eingespielt haben und nicht „mehr“ unserem wahren Selbst entsprechen.

Als Mensch haben wir einen Sinn dafür, was unser Herz glücklich macht. Wenn das Herz spricht, ist das, für manche anfänglich vielleicht nur ein leichtes Wohlgefühl, andere erleben zudem Gänsehaut, ein inneres Ja oder etwas wie ein euphorisches Leuchten, das durch alle Zellen zu strahlen scheint.

Das ist die Kraft von Sankalpa – wir fühlen unsere Zukunft, fühlen unser Potenzial, die Schönheit unseres wahren Selbst. Joe Dispenza würde sagen: „Bless your body with a new mind.“ (Den Körper mit einem neuen Geist segnen – neuronale Verknüpfungen, Drüsen und Zellen stellen sich neu ein.)

„Einfach ausgedrückt, spielen aus dem Herzen kommende Emotionen und Gefühle eine wichtige Rolle; sie beeinflussen, wie wir denken, Informationen verarbeiten, fühlen und die Welt sowie unseren eigenen Platz darin verstehen. Ein aktiviertes Herzzentrum fungiert als Verstärker, der dem Gehirn „auf die Sprünge“ hilft, seine Aktivitäten verbessert und im ganzen Körper für Balance, Ordnung und Kohärenz sorgt.“
– Joe Dispenza, „Werde übernatürlich“ (S.240)

Die Yoga Nidra Praxis

Die Praxis von Yoga Nidra führt uns in den Theta- und Deltabereich, wo das Gehirn und dessen Verknüpfungen um ein Vielfaches formbarer sind. Du kannst dir vorstellen, dass in dem Alltagsmodus von Beta-Wellen Bereich das Netzwerk starr wie ein Eiswürfel ist und im Theta bis Delta Bereich, das Netzwerk wie Wasser, flüssig und formbar, ist.

Gibt es Eisblöcke, die schmelzen wollen? Möchtest du dein Leuchten ausdehnen und dein Herz aktivieren?

Gerne können wir im 1:1 schauen, wohin dich dein Herz trägt, und auch was du nicht mehr wiederholen möchtest. Nidra schenkt so viel Liebe! Mache selbst die Erfahrung.

Schreib mir hier - Let’s meet 🌙💜🌹⭐️

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Mind blown slowly.

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The Power within your Sankalpa